Diese Woche gibt es nun wirklich mal einen kürzeren Blogpost, dafür aber einen der aus meiner Sicht immens wichtig und hilfreich sein wird.

Im vergangenem Jahr hatte ich ein kleines Mini – Shooting eines Freundes wo wir das Thema Bart und Business ein wenig in den Fokus stellen wollten. Nennt es dummen Zufall, aber just an dem Tag entschied ich mich meinen Motivkameragurt mal wieder an meine XT1 zu klemmen. Bis dahin hatte ich die Kamera meist im Koffer und ohne Gurt, da mir mein perfekter Gurt bis dato ja noch fehlte (der Compagnon kam erst Anfang Dezember). 

 

Der Tollpatsch

Wie gesagt, nun also wieder mit Kameragurt unterwegs. Exakt als ich die Kamera vom Sideboard nahm und das ERSTE Foto testweise schießen wollte, blieb ich mit dem Gurt hänge und die Kamera segelte mir mit voller Wucht zu Boden. Resultat dieses Aussetzers meiner motorischen Fähigkeiten: Kamera ohne Kratzer und Schaden, das XF56mm jedoch hing leicht wackelnd am Bajonett. Nachdem mein Herz wieder zu schlagen anfing realisierte ich das gesamte Ausmaß dieser Aktion. Das Objektiv war gebrochen direkt hinterm Bajonett – Anschluss, irgendetwas klapperte im Inneren und mit leichtem Druck konnte man in das Innenleben der Linse schauen. Zu meinem Glück konnte ich keinerlei Glasbruch oder Ähnliches sehen.

Das Shooting ging dann also mit dem XF35mm weiter und während ich da so fotografierte, rechnete ich schon die Eurobeträge zusammen was mich das wieder kosten würde. Fakt war aber schon da: ich werde definitiv mit das 56er wieder kaufen. Egal ob neu oder gebraucht.
Nachdem ich einige Tage lang in den einschlägigen Foren bzw. Marktplätzen für Gebrauchtware stöberte und keines der Angebote mich wirklich begeisterte, rief ich einfach mal beim Händler hier in Hamburg an von dem ich damals noch die Linse erworben hatte. 

Leider boten diese keinen Reparaturservice an, jedoch gaben Sie mir den Hinweis, ich sollte es doch mal direkt bei Fujifilm versuchen. Da gäbe es wohl einen Reparaturservice den sie mir empfehlen würden. Hm, ok dachte ich mir. Im schlimmsten Fall sende ich es ihnen zu, die schicken mir einen Kostenvoranschlag und wenn es zu teuer ist, gebe ich es zum Verschrotten frei. Was habe ich also groß noch zu verlieren?

 

Fujifilm Deutschland

Gesagt getan, ich nahm über die Website eurepairs.fuji-Server.com/de Kontakt mit Fuji auf und mittels einfachem Formular erhielt ich einen Paketschein für das Einsenden meiner Linse. Die Kosten der Einsendung musste ich selber übernehmen. Da war ich auch ein wenig knausrig, da ich bis dahin davon ausgegangen bin ein defektes Objektiv einzuschicken was ich ja so oder so in dem Zustand nie wiedersehen werde. Also war ein einfach versichertes Paket bis 500€ ausreichend. 
Innerhalb von wenigen Tagen erhielt ich die Bestätigung, dass man es prüfe und mir einen Kostenvoranschlag schicken würde. Zuvor hatte ich ja bereits im Eingangsformular angegeben, dass es ein selbstverschuldeter Sturzschaden war.

Die Tage vergingen und ich schaute gefühlt täglich auf den Status im Fujifilm Repair Portal ob sich etwas geändert hatte. Ich rechnete aber damit, einen Kostenvoranschlag von mehreren Hundert Euro zu bekommen welcher eher den Kauf einer gebrauchten Version rechtfertigte als eine Reparatur zu beauftragen.

Dann nun endlich kam die erwartete Email

„Für die Instandsetzung sind folgende Reparaturen notwendig: 
– Bajonett und Blendeneinheit erneuern

Folgende Kosten werden für die Reparatur veranschlagt:
– Material/Lohnkostenvorteil 76,38€
– Versandkosten 3,50€
– MwSt. 15,18€

GESAMT: 95,06€“

 
BÄHM….damit hatte ich nicht gerechnet. Keine 100€ für meine geliebte Linse? Da musste ich nicht lange überlegen und bestätigte den Kostenvoranschlag. Ok, kleiner Hinweis noch am Rande: „Die Reparatur betrifft nur die technische Funktionalität. Reparaturen aus optischen Gründen (Gehäusewechsel) sind nicht im Preis enthalten.“ Gut, das würde mich nicht stören. Egal ob ich dieses Objektiv jemals wiederverkaufen würde, wollte ich eine funktionstüchtige Linse besitzen und Kratzer waren mir da im Gehäuse relativ egal. Die Auftragsannahme dauerte auch nicht sehr lang und man gab mir anschließend sogar noch eine 12-monatige Garantie auf das Objektiv. 

 

Danke Fujifilm

Ich kann sagen, ich bin mit einem blauen Auge davongekommen. Mein Glück war sicherlich, dass ich keine Beschädigungen der Gläser selber hatte. Ich weiß leider nicht, was ich am Ende wirklich bezahlt hätte, wenn ich noch dazu eine Kameraversicherung besitzen würde. 

Für alle denen es da aber ähnlich geht und der „Tollpatsch – Teufel“ mal irgendwann zugeschlagen hat, empfehle ich aus vollster Überzeugung den Fujifilm Service.
 

 

Nachtrag:

Das ist meine ganz persönliche Meinung und ich habe hier weder von Fujifilm noch anderen Herstellern oder beteiligten Personen einen Auftrag bekommen. Ich war und bin einfach nur überaus dankbar, dass man mir so schnell und vor allem unkompliziert helfen konnte und somit vor einer erneut hohen Ausgabe bewahrt hat.

 

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