Wie man in meinem letzten Beitrag ausführlich lesen konnte startete ich den Einstieg in die Fuji X Welt mit einer Fuji XT1, dem 23mm & 56mm Objektiv. Ebenfalls mit an Board war ja noch die Fuji XE2 mit dem 35mm 1.4, die eine aus meiner Sicht sehr gute Kombination darstellte. Dennoch aber waren meine Gedanken ja weiterhin in der Richtung, dass ich mit „weniger“ Equipment meine bisherigen Aufnahmen mindestens, wenn nicht sogar noch besser produzieren wollte. Was mir in der Hinsicht jedoch ein wenig fehlte war die Kamera die ich täglich dabei hatte. Klar, die XE2 ist mit dem 35mm immer noch eine kompakte Angelegenheit. Doch wollte ich im Bereich „immer dabei“ noch ein wenig mehr minimalistisch werden. Außerdem ertappte ich mich doch immer wieder dabei, das ich drüber nachdachte, ob ich nun das 35er oder das 23er an die XE2 packen sollte bevor ich das Haus verließ. Allein das, brachte mich schon manchmal gedanklich zur Weißglut.

So wurde die XE2 kurzerhand dann doch wieder verkauft und ich legte mir die, ich nenne es mal, gehobenere Kompakt-Klasse bei Fujifilm zu. Die Fujifilm X100T. Eine Systemkamera mit fester Brennweite von 23 (umgerechnet 35mm) 2.0er Blende.

Wenn ich ein was ganz besonders bei Fuji schätze, dann das ich gefühlt mit jeder Kamera der Fuji Reihe ein kleines bisschen mehr WOW erhalte. Im Grunde ähneln sich viele Kameras, aber als ich die Fuji X100T in meinen Händen hielt, war mein erster Gedanke: „Wo nehme ich die denn alles mit hin und wo überhaupt mal nicht?“ Sie fühlt sich grandios an, machte mit ihrem silbernen Design noch ein wenig mehr „retro“ her und produzierte Bilder….da geh ich später noch ein mal drauf ein.
Ich sage mal so: Der einzige „Nachteil“ an der X100T, sofern das überhaupt einer ist, sie sorgt dafür dass die XT1 im Schrank stehen bleibt. Ok, zumindest wenn es sich um kein richtiges Shooting handelt.

Ich hatte also selbst im Fujilager eine Kamera gekauft, die meine bisherige Hauptkamera als „immer dabei“, ablöste. Danke Fuji;)
Seither begleitet mich die X100T und jeder der mit mir schon mal unterwegs war weiß, dass sie immer bei mir am Mann hab.

Durch das fest verbaute Objektiv und der Reportagebrennweite von 35mm (Kleinbildformat umgerechnet) kann ich mit ihr sowohl Portraits als auch mal Landschaftsaufnahmen machen. Außerdem bietet sie einen ganz netten Vorteil durch das fest verbaute Objektiv. Sie besitzt nämlich damit einen sogenannten „Leaf – Shutter“. Dieser bietet mir die Möglichkeit meine Blitze mit einer Blitzsynchronzeit von jenseits der 1/200tel zu schießen. Nach einigen Tests mit den Yongnuos lande ich locker bei 1/2000sec, was gerade bei Tageslicht schon ordentlich ist. Sollte das mal nicht reichen, kann ich über das Menü noch einen 2fachen ND Filter dazu schalten. Dann spätestens sorge ich selbst in der Mittagszeit bei strahlender Sonne für den sogenannten „Porty – Look“. Mehr dazu wird es aber in einem späteren Artikel zum Thema „Blitzen mit dem Fuji X System“ geben.

Fuji X100T: ISO 200 – Blende 2.8 – Zeit 1/1000sec

Fuji TLC X100

Nachdem ich ein wenig länger mit der Fuji X100T fotografiert hatte, juckte mich mein Finanzfinger (so nenne ich jetzt mal die Tatsache, dass das Geld bei mir mal wieder locker saß) und ich kaufte mich die Teleconverter – Linse Fuji TCL X100. Dies ist eine Art „Lupe“ die man auf das 35mm Objektiv schraubt und somit eine Brennweitenvergrößerung erreicht die in etwa einem 50mm gleich kommt. Das geniale dabei ist, es gibt keinerlei Verzeichnung und Lichteinbuße. So kann man „mal eben schnell“ mit einem 50mm rumlaufen und noch besser den Bereich Portraits festhalten. Ok, dadurch verliert die X100T wiederum an Kompaktheit, denn man verlängert nun schon das Objektiv und somit den Body selber.

Dennoch lauf ich zum größten Teil mit der Standardbrenntweite der X100T rum. Die TCL X100 kommt doch relativ selten zum Einsatz, wenn dann überhaupt im Urlaub wenn ich auch mal ein paar Portraits jenseits der Reportagebrennweite machen möchte.

Seit der letzten Hochzeitssaion ist übrigens die Fuji X100T meine Second – Body – Kamera. Da ich mit dem 16mm und dem 56mm an der XT1 fotografiere fehlt mir hier und da doch gern mal der 35mm Look. Außerdem muss ich so weniger Objektive wechseln, da ich mit der „kleinen“ X100T schnell ein 35mm parat habe.

 Kleiner Auszug aus 2016 – Querbeet 

Nachtrag

Seit dieser Woche ist nun auch der Nachfolger der Fuji X100T im Handle, die X100F. Übrigens, wer sich fragt woher die Buchstabenbezeichnung kommt, sollte mal schauen wie die englischen Zahlen jeweils beginnen. So gab es die X100, die X100Second, die X100Third und nun die X100Fourth. Rein von den ersten Spezifikationen hat Fuji doch wieder einiges drauf gelegt und neben dem ACROS Filmmodus auch einen Fokus Joystick hinzugefügt wie an der XT2, ebenfalls einen 24MPixel Sensor und sicherlich auch sehr hilfreich, ein weiteres Drehrad an der Frontseite der Kamera sowie die Möglichkeit die ISO Einstellungen direkt am Belichtungszeitenwahlrad einzustellen. Auf den ersten Blick keine KO Kriterien für meine X100T, dennoch mehr positive Erweiterungen als ich Anfangs erwartet habe. Für jeden der Interesse an solch einer Kamera hat, würde ich die X00T vorerst empfehlen, da diese nicht nur preislich nun noch etwas attraktiver geworden ist, sondern weil die Erweiterungen an der X100T schon mehr den Fotoentusiasten begeistern wird als den, der diese Kamera wie ich als „immer dabei“ – Kamera nutzen will und seine Hauptkamera zu Hause im Schrank steht.

2 thoughts on “Die Fuji X100T

  1. Die X-100T ist definitiv der Burner.
    Aber die Bilder, die Du hier zeigst, sind nicht allein der Kamera geschuldet, sondern zeigen Dein Können als Fotograf. Chapeau!

    Deine Blog-Reihe ist sehr lesenswert, ich verfolge sie 🙂

    1. Danke Dirk, das freut mich. Wichtig ist mir zu zeigen, dass man auch mit einer vermeintlich „kleinen“ Kamera, tolle Fotos machen kann und sich hinter Nikon und Canon nicht mehr zu verstecken brauch.
      Freut mich einen Leser gewonnen zu haben;)

      Gruß
      Christian

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