Burg Henneberg und die 98 Luftballons

Hach, ich mag sie ja. Diese kleinen, besonderen Hochzeitsfeiern die am Ende des Tages wieder ein wunderschönes Erlebnis und ein Wertschatz an Begegnungen und Erfahrungen sind. Zum Ende meiner Hochzeitssaison 2016 stand die Hochzeit von Jana und Roy in Hamburg an. Beide kenn ich nun schon mindestens 13 Jahre. Und auch wenn man sich nicht regelmäßig sieht, blieb die Freundschaft über all die Jahre bestehen. Daher freute ich mich besonders darüber als beide mich als ihren Hochzeitsfotografen gebucht haben.

Der September zeigte sich wieder von der schönsten Seite und die Sonne strahlte mit aller Kraft auf den kleinen Garten in dem nach der Trauung ein klein wenig gefeiert wurde. Im Anschluss ging es auf die Burg Henneberg. Ja richtig, eine Burg mitten in Hamburg Poppenbüttel. Es ist ein Nachbau einer in Thüringen stehenden Burg im Maßstab 1:4 oder so ähnlich. So ganz kann ich das nicht mehr wieder geben, aber es war mal ein ganz anderes Brautpaarshooting. Denn die beiden organisierten für das Shooting diese Burg wo wir neben Burgmauern, „Schlangen“ und viel Grün uns ungestört aufhalten konnten.

Zum Abend ging es dann zum geselligen Abendessen wo die frische Schwiegermama der Braut mal eben 98 Luftballons (+2 Herzballons) organisierte. In Hamburg nicht ganz leicht, denn man braucht eine Genehmigung von der Flugsicherheit. Obwohl diese vorhanden, war es dennoch ein komisches Gefühl als die Masse in die Luft flog und im Hintergrund das Rattern eines Helikopters zu hören war. Es ging aber alles gut und der Moment war magisch.

Für mich eine tolle Hochzeit mit vielen bezaubernden Menschen und ein schöner Ausklang der Hochzeitssaison 2016.

Es wird gefeiert…aber richtig

„Erst heiraten…und dann wird gefeiert, aber richtig!“. Das waren die Ankündigungen der Braut die ich morgens bei der Begrüßung erhielt. Hätte ich da schon gewusst, dass sie damit sowas von Recht hatte. Oh man!

Dabei fing der Tag mit Regen an. Petrus schlief scheinbar noch und während das Brautpaar hergerichtet wurde, zeigte Hamburg sich mal wieder von der nassen Sonnenseite. Geheiratet wurde allerdings in dem beschaulichen Uetersen. Ich hatte vor einigen Jahren bereits dort eine Hochzeit begleiten dürfen und genau wie damals riss der Himmel um die Mittagszeit auf und während der Trauung von Miri & Torben schien die Sonne und sorgte für noch mehr positive Energie als die Hochzeit eh schon versprühte.
Nachdem beide ihr persönliches „JO“ in den Himmel riefen gab es den obligatorischen Sektempfang und natürlich auch ein kleines Brautpaarshooting.

Die Hochzeit wäre bis dahin schon ein tolles Erlebnis gewesen, doch waren da ja noch die Ankündigungen der Braut die mir immer wieder im Kopf umhergeisterten.
Die Hochzeit wurde nun etwas beschaulicher und in kleiner Runde ging es zum Essen. Der gemütliche Teil mit schönen Gesprächen, der Rede des Bräutigams und einem kulinarischen Leckerbissen war angebrochen. Zeit zum Runterkommen, Kraft tanken und sich auf den Abend vorzubereiten. Denn dieser wurde nochmals an einer anderen Location gefeiert.

Das BARCA
Wenn man schon mal in Hamburg feiert und dann auch noch mit Wasser soviel zu tun hat wie die Beiden (Wettkampfschwimmerin Miri, Drachenboot Paddler Torben) ist es standesgemäß direkt an der Außenalster zu feiern. Das Barca bot die ideale Location dafür und ich sag es mal ganz salop…es war der Hammer!
Die Hochzeitsgäste trudelten nach und nach ein und weitere Freunde aus den Vereinen stießen dazu. Es gab Unmengen an BBQ Highlights direkt vom Grill und egal wieviel gegessen wurde, die Tische wurden nicht leerer.
Die Sonne war schon untergegangen und die Nacht bracht langsam herein. Die Location bot einen herrlichen Ausblick auf die Alster, Öllampen überall und Boote direkt am Anleger machen die Kulisse einfach perfekt.
Wie es der Zufall so wollte war gerade an diesem Tag das Finale des alljährlichen Hamburger Alstervergnügens. Dieses präsentierte ein wahnsinniges Feuerwerk was man vom Barca Anleger perfekt mit allen Gästen beobachten konnte. Romantik pur und auch für mich definitiv ein Highlight gewesen.

Und gerade als man dachte, dass kann man nicht mehr toppen, begann der DJ und die Party startete. Ich kann es sicherlich nicht angemessen beschreiben, aber keiner blieb wirklich viel sitzen. Es wurde immer wieder getanzt, gelacht, gehüpft, gejodelt…ach was weiß ich…es war einfach klasse. Wenn selbst der Hochzeitsfotograf mittendrin rumspringt muss es doch gut gewesen sein;)

Es war ein Fest und die Ankündigung der Braut am Morgen war ein Versprechen was definitiv eingehalten wurde. Eine enorme Hochzeit, ein tolles Brautpaar, geniale Gäste und eine auf den Punkt perfekte Location machten diese Hochzeit auch für mich unvergesslich!

Rockabilly Hochzeit in Bartholomä

In diesem Jahr gab es eine kleine Premiere im doppelten Sinne. Ich verließ den hohen Norden für eine ganz besondere Hochzeit. Denn es handelte sich um eine „Rockabilly“ – Hochzeit.

Ende August ging es in die Nähe von Ulm und ganz speziell in das kleine Örtchen Bartholomä. Hier fand die Hochzeit von Naddl und Ulf statt. Das Wetter zeigte sich endlich mal von der besten Seite und für jemanden der immer ein kleinen Wind um die Nase spürt, war die Gegend im Süden eine echte Wärme – Herausforderung. Ich durfte bei allen Highlights ein Teil sein und erlebte eine herzliche, ausgelassene und auch immer wieder emotionale Hochzeitsfeier. Die Familie und auch die Freunde der beiden sorgten für ein unvergesslichen Tag. Ganz im Stile der Rockabilly – Zeit aus den 50er Jahren wurde sich nicht nur gekleidet, sondern auch getanzt, gefeiert und gesungen.

Für mich definitiv eine unvergessliche Hochzeit mit ganz viel Liebe zum Detail.

Ein Tag der Überraschungen…und mitten drin Gefühle pur

Normalerweise fällt es mir recht leicht ein paar Zeilen zu einer Hochzeitsreportage zu verfassen. Im Falle von Kathelijne und Philipp aber schreibe ich diesen Beitrag gefühlt schon das 8te Mal. Es ist wahnsinnig schwer das Erlebte so in Worte zu fassen das es diesem besonderen Tag gerecht wird. Dennoch habe ich mich schon lange darauf gefreut, gerade diese Strecke in Wort und Bild erzählen zu dürfen.

Doch was macht gerade diese Hochzeit so eindrucksvoll und für mich emotional so packend? War es das organisatorische Meisterwerk der Beiden, die tolle Location auf dem Weinberg in Hitzacker oder dieses absolut warmherzige Gefühl was den ganzen Tag mich umgab welches von diesen beiden Familien so offen gezeigt und gelebt wurde?

„Normal heiraten war gestern“ muss das Motto von Kathelijne und Philipp gewesen sein als die Beiden beschlossen sich das Ja Wort zu geben. So wurde das alljährliche Familientreffen dieses Mal erweitert um beide Familien vorzustellen. Das wiederum war aber nur der Vorwand um zu verkünden, dass am nächsten Tag geheiratet wird. Das an dem Tag auch noch der Geburtstag der Brautmama war, war nur ein weiteres kleines Highlight an dem Tag. Schnell wurde versucht die eingepackte Garderobe hochzeitstauglich zu gestalten und alles was an dem Tag nun kommen sollte aufzusaugen. Die Trauung selber war ein Traum, das Wetter perfekt und die beiden Hauptdarsteller ein Genuss für jeden Hochzeitsfotografen.

Nachdem die Trauung vorüber war ging es aber auch schon weiter. Ausruhen gab es nicht, da es zum Nachmittag zurück gen Hamburg ging. Part II der Hochzeit war nun, den Freundeskreis zu überraschen. 40 Freunde, Bekannte und Kollegen wurden mit dem Vorwand zur T.R.U.D.E geladen, der Bräutigam würde dort nun um die Hand anhalten. Die Überraschung glückte als alles aufgelöst wurde und die Gäste realisierten, dass sie nun auf einer Hochzeitsfeier sind und nicht auf einer Verlobungsfeier.

Mein aller größten Respekt an die beiden. Denn über so lange Planungszeit es vor der Familie geheim zuhalten, dann vor den Freunden so zu tun als plane man einen Antrag. Das war ganz große Schauspielkunst. Und dennoch, trotz der ganzen Planung und Organisation war der komplette Tag einfach unbeschreiblich emotional. Ich war Gast, Freund, Bekannter und gefühlt nur in der Nebenrolle Dienstleister. Die beiden Familien waren so herzlich und offen auf das was da kam und passierte und machten diesen Tag nicht nur für die beiden frisch verheirateten unvergesslich.

DANKE, dass ich Euren Tag begleiten durfte.

 

Hochzeit 2 ½

Endlich gab es Sonne im hohen Norden wo Laura und Nils sich im idyllischen Lauenburg das Ja – Wort gaben. Auch dieses Jahr hatte ich wieder eine Hochzeit von Freunden und das Besondere daran war, dass auch ein kleiner Bauchbewohner teilnahm.

Ein herrlicher Tag in kleiner Runde mit einem tollen Brautpaar, sehr netten Gästen und wirklich herausragendem Unterhaltungsprogram. Gefühlt jeder aus der Familie bot einen musikalischen oder dichterischen Auftritt dar. Immer wieder anders und doch jeder für sich sehr persönlich. Abgerundet wurde der Tag mit einer privaten „Cocktailparty“ in der neuen, heimischen Wohnung.

Wenn ich bisher dachte ich habe viel auf den Zettel, sollte sich mal nach dem Rahmenprogram von Laura und Nils erkundigen. Da jagt ein Highlight das andere. Ich freue mich aber, dass ich meinen Teil dazu beitragen durfte und wünsche den beiden für ihre Ehe, ihrer neuen Wohnung und dem baldigen Lebensglück zu dritt alles erdenklich Gute.